• Diana Grün

Mon Baron TSF: Als Fohlen von den Tierärzten schon aufgegeben,aber ich habe immer an ihn geglaubt

Hier möchte ich die Geschichte von Mon Baron erzählen, der anlässlich des Herbsttreffens geehrt wurde und das immer für alle Besucher ein toller Moment ist, wenn die Züchter, Besitzer und Reiter Geschichten ihrer Lieblinge zum Besten geben:

Mon Baron TSF v. Münchhausen u.d. Mon Bijou v. Herzruf. Er war ein wunderschönes, großes Fohlen und wir wussten gleich, der ist was besonderes. Auf zum Fohlenchampionat des Gestüts Wiesenhof in Krefeld. Dort gewann Baronchen haushoch das Championat und gleich standen 3 Kunden bei uns am Hänger: Gottfried Hoogen, Hans-Peter Heinen und Frau Hüttner. Alle 3 wollten ihn gerne als Hengstanwärter kaufen, aber das kam für uns nicht in Frage. Dann auf dem Fohlenbrennen räumte er ebenfalls Traumnoten ab.

Allerdings,1 Woche später kam er auf 3 Beinen von der Koppel. Er konnte vorne links das Bein nicht mehr bewegen. In der Klinik dann das niederschmetternde Ergebnis: durch ein Trauma hatte er eine Knochenabsplitterung am Schulterblatt und der Nerv des Beines war zertrennt. Das Bein hing wie ein Faden ohne jegliche Kontrolle am Körper. Wie mir versichert wurde, hatte er aber keine Schmerzen und es gab den Funken Hoffnung, dass die Nervenenden sich wieder finden. Ich war fest entschlossen, dass er alle Zeit der Welt von mir bekommt und so fuhren wir erstmal ohne Bijou und Baronchen nach Hause. Sie sollten 1 Woche in der Klinik bleiben.

Es wurde mit ihm trainiert, dass er beim Führen das Bein manuell nach vorne geführt bekommt und so konnte ich ihn dann nach Hause holen. Ich habe mit ihm permanent Krankengymnastik gemacht, hatte Dauertelefonate mit Dr. Weinberger und Dr. Nolting von Burg Müggenhausen, der Schmied musste im liegen die 3 gesunden Hufe bearbeiten und wir waren für jeden Fortschritt sehr sehr dankbar. Nach 3 Monaten wurde es wirklich besser und er fing an so ganz allmählich auf der Zehenspitze zu stehen, die Bewegungen waren natürlich noch sehr gering. In der Zeit hieß es alle 4 Wochen zur Kontrolle in die Klinik, Er machte das alles so wunderbar, ein Charakter wie man es sich suchen geht. Von da an ging es fast täglich besser und er stellte sich immer mehr auf seinen Fuß auf. Ich war überglücklich.

Als Jährling konnte er dann wieder in die Herde und er konnte auch wieder normal laufen, aber durch das lange stehen und die fehlende Bauchmuskulatur bekam er einen Senkrücken und so war es klar, dass er nicht zur Körung kann, Das war auch gut so.

Nachdem ich ihn dann angeritten hatte ging er zu Willi Feltes in Schweich in Beritt.

Was habe ich die Ausritte mit ihm in diesem Sommer genossen....

Dort wurde er von Gabi Wegerhoff, Trier entdeckt und sie ließ ihn weiter in der Obhut von Willi Feltes. Ich war so glücklich, dass er bei uns in der Nähe blieb. Und so nahm die Karriere ihren Lauf, er startete von Dressurpferde A, über Dressurpferde L und M in die Erwachsenenprüfungen und man kann es sagen: jeder Start war ein Sieg, in S waren es auch mal vordere Platzierungen aber im Grunde ein Durchmarsch der seinesgleichen sucht. In Hannover auf dem Bundesturnier wurde er Dressurpferdechampion, Willi war etliche Male Verbandsmeister und Landesmeister mit ihm, und er erhielt das "Goldene Reitabzeichen".

Und nun wird er seit 2017 von Claudia Jonas geritten, die keinen besseren Lehrmeister haben kann. Sie machte mit ihm 2017 das Reitabzeichen und dieses Jahr konnte sie schon M Dressur mit ihm gewinnen. Es ist wunderbar, Baronchen mit 20 Jahren noch so fit zu sehen, er war nie krank oder nicht leistungsbereit. Ich hoffe, dass er uns noch einige Zeit erhalten bleibt. 0


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